ein ſehr geſuchter Atzt in dem Hauptortchen einer Unterpraͤfectur im Departement du Loiret, von dem wir den Namen blos darum hier nicht angegeben, um nicht der Perſonalitäten beſchul⸗ digt zu werden, denn man iſt dort ſeit undenk⸗
lichen Zeiten ein bischen empfindlich und liebt
es wohl zuweilen, Andere ein wenig vorzuneh⸗ men, wird aber leicht boͤſe, wenn es einem ſelbſt geſchieht. Einer der Vettern, Hr. Tho⸗ mas Duͤpre, war Anwald bei dem erſten Ge⸗ richtshofe eben jenes Ortes und unverheirathet; der andere, Hr. Auguſt de la Moriniére, be⸗ kleidete dagegen eine Stelle auf dem Buͤreau der Unterpraefectur und ſeine Frau war die geſuch⸗ teſte Putz- und Modehaͤndlerin der Stadt. Beide Vettern waren uͤbrigens alter wie Georg, und de la Moriniére hatte bereits einen Sohn von zehn Jahren, den man nun an die Stelle Georgs auf die Centralſchule nach Orleans ſchickte.
Die Frage war jetzt: was man mit Georg machen ſolle? Obſchon ſeine Lehrer ihm das Zeugniß des Fleißes gegeben hatten, ſo wollte doch der Onkel, wie die Vettern, finden, daß
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