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nur! Warum peinigſt Du Dich ſo ſelbſt? Wirf dieſen finſtern Wahn hinter Dich. Herrſcht denn nicht ein Gott über uns alle? Olympia, Du kannſt Dich nicht von mir wenden wollen. Nur das thue mir nicht an! Ich kann Dich nicht laſſen.“
„Ein Wahn! So iſt Dir der Ketzerglaube, zu deſſen vornehmſtem Vorkämpfer Du Dich aufgeworfen haſt, ſelber nur ein Wahn? Unſeliger!“
„Wer ſpricht davon?“
Der Blitz, welcher bei der von ihr hingeworfenen Beſchuldigung in Chriſtian's Augen aufleuchtete, hätte ſie warnen ſollen, doch im Verfolg ihrer Abſicht hatte ſie auf dieſes Zeichen wohl kaum geachtet.
„Und für dieſen Glauben, welcher Dein eigenes Herz ſo wenig mit einer beſeligenden Flamme zu erfüllen vermochte, willſt Du Dein ewiges und Dein zeitliches Heil von Dir weiſen! Blicke doch in Dich, Chriſtian! Die Auflehnung des in thörichter Vermeſſenheit ſeinen beſchränkten Maßſtab an das Höchſte und Heiligſte le⸗ genden menſchlichen Verſtandes, welche Ihr Proteſtanten Euren Glauben nennt, mag in ihrer erbärmlichen Nich⸗ tigkeit ein Wahn ſein, doch—“
„Nicht weiter, Olhmpia; ich bitte, ich beſchwöre Dich, halte ein. Wie ich Deine, ſo achte Du meine
Ueberzeugung.“ Pflug, Geglänzt und erloſchen. I. 11
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