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Glücks in den finſterſten Abgrund der Verzweiflung, die⸗ ſer eine ſchreckliche Gedanke!“
„Welcher Gedanke?“
„O, Du willſt mich nur nicht verſtehen! Du liebſt mich nicht, wie ich Dich liebe. Alles, meinen Namen, meinen Ruf, meine Stellung habe ich Dir geopfert, doch Du— o!“
„Olympia, ich ſchwöre Dir—“
„Schwöre nicht! Zu oft habe ich Dir den inner⸗ ſten Schrein meiner Seele erſchloſſen, als daß dieſer furchtbare Kampf, welcher mein ganzes inneres Sein er⸗ füllt, Dir verborgen geblieben ſein könnte. Indeß über den Aufſchrei meines Herzens biſt Du ſtets mit einem leichten Scherz hinweggeglitten, meine halben Andeutun⸗ gen, meine flehenden Blicke ſind von Dir unbeachtet ge- blieben. Wie vermochte meine ſchüchterne Liebe auch zu den ehrgeizigen Phantomen hinaufzureichen, welche Deine Seele ſo ganz gefangen halten! Was konnte ich Dir mehr ſein als ein Spielwerk Deiner müßigen Stunden? O ich Unglückliche! Was habe ich gethan! Wohin hat mein armes Herz mich verirren laſſen!“ Der Herzog ſtand düſter und unſchlüſſig vor der anſcheinend völlig von dem Sturm ihrer Gefühle Bewältigten.„Schon wieder dieſe religiöſen Skrupel“, äußerte er nach einer langen beiderſeitigen Pauſe.


