Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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Olhmpia, ſage mir doch, was iſt Dir heute? vernahm man die Stimme des Herzogs.Habe ich Dich verletzt? Ich glaubte Dir durch mein Geſchenk eine Freude zu machen und Du haſt meine Steine noch kei⸗ nes Blickes gewürdigt. Es iſt freilich nur ein armſeliges Geſchenk; indeß dieſes Halsgeſchmeide ſchien mir dem ähnlich, welches Du trugſt, als ich Dich zuerſt geſehen habe. Die Erinnerung an jenen für mich ſo unendlich glücklichen Tag, hoffte ich, ſollte der ſonſt werthloſen Gabe auch in Deinen Augen einen Werth verleihen. O habe nur Geduld mit Deinem Chriſtian! Seit mir die Gewißheit Deiner Liebe aufgegangen iſt, ſcheint kein Flug meinem Geiſte zu hoch, kein Ziel meinem Willen unerreichbar. Die Reichthümer von ganz Deutſchland ſollen ſich mei⸗ nem Schwerte erſchließen! Den Schmuck einer Kaiſerin will ich Dir zu Füßen legen! Du antworteſt mir nicht! Du blickſt noch düſterer als zuvor! erneute er nach einer minutenlangen Pauſe ſeine Vorſtellungen. Sprich doch, Geliebte, was iſt Dir? Kann denn nichts Dich Deine ſchöne Heimat vergeſſen machen? Sieh, lacht denn der Himmel nicht auch blau und ſonnig über die⸗ ſem Lande? Dich bedrücken dieſe dumpfen Mauern. Laß uns hinaus ſprengen in den grünen Wald! In dem dufti⸗ gen Schatten deſſelben, im Dahinſtürmen über Thal und Auen wird der Bann, welcher auf Deinem Geiſte laſtet,