Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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ſammentreten. Doch bei der drohenden Gefahr bleibt, um dieſelbe, wenn irgend möglich, noch im Keime zu erſticken oder ihr doch wenigſtens gerüſtet entgegenzutreten, unbedingt das Nächſte, den Befehl in eine Hand zu legen. Der Graf iſt die einzige hierzu geeignete Perſönlichkeit unter uns, Sie alle müſſen das anerkennen. Bei dem abſolut zwingenden Drang der Umſtände wird, ich bin überzeugt davon, auch er nicht länger widerſtreben. Graf, hören Sie? Das Geſchrei verdoppelt ſich, der Aufſtand kann mit jeder Sekunde losbrechen. In unſer aller, in Ihrem eigenen Intereſſe, im Intereſſe des Herzogs Chriſtian ſelbſt müſſen Sie, wenn auch nur vorüberge⸗ hend, den Oberbefehl übernehmen.

Der Graf Ortleburg! hatten einige Stimmen von der Thür dazwiſchengerufen. Derſelbe war in Beglei⸗ tung einiger Offiziere noch unter der letzten ſtürmiſchen Scene in den Saal getreten. Sein Geſicht war noch bleicher als gewöhnlich, die Spannung des Moments lauerte in ſeinen kleinen ſtechenden Augen, er bedurfte augenſcheinlich des ganzen Aufgebots ſeines Willens, um die ihn erfüllende Unruhe und Aufgeregtheit unter dem Anſchein der ihm eigenen eiſigen Abgeſchloſſenheit und einer hochmüthigen Ruhe zu verbergen. Der vor⸗ hin mit ſeiner Herbeirufung beauftragte Oberſt Flo⸗ druft befand ſich nicht in ſeiner Begleitung.

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