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als von bieſen/ irrig und falſch ſind, kannſt du nie zu einer dauerhaften Ruhe des Herzens gelangen. Wird ein geläutertes Nachdenken über Gott dich uberzeugt hüben, daß nur Er dein hoͤchſtes Gut, die Queile deiner Gluͤckſeligkeit iſt, ſo wirſt du dich nach keiner irdiſchen Freude ſehnen, die mit dieſem Be⸗ griff ſich nicht vereinigen läßt. Du wirſt vielmehr mit dem Pfalmiſten mir Wahrheit ausrufen koͤnnen: Ich freue mich des Herrn, und meine Seele iſt froͤhlich in meinem Gott. Belehrt dich ein vevnuͤnf⸗ tiges Nachdenken uͤber Gott von den Verhältniſſen, in welchen du mit ihm ſtehſt, von den großen Be⸗ ſtimmungen, zu welchen er dich erſchaffen hat, ſo kannſt du die Freuden der Erde nie fuͤr dein hoͤchſtes Gut halten. Nur mäßig, und in ſo weit die Ge⸗
ſundheit deiner Seele es zulaͤßt, wirſt du ſie genieſ⸗
ſen, wirſt ſie fliehen, wenn ſie dich von dem Weg⸗ ableiten, der dich zu dem großen Ziel deiner Beſtim⸗ mung führt, wirſt ſie gern entbehren, wenn dein Va⸗ ter ſie dir nicht ſchenken will, wirſt ſie reiner und voll⸗ kommner genießen, wenn er ſie dir mittheilt. Wenn dann aber auch dich die Laſt der Leiden druͤckt, wenn keiner deiner Tage ganz heiter iſt, wenn dein Herz mehr zur Klage als zum Ton der Frende geſtimmt iſt, dann, du ermatteter Wanderer der Erde, dann ſtiehe zu den dich erquickenden Gedanken an Gott. Haſt du oft vernuͤnftig und gern uͤber Gott nachge⸗ dacht, haſt du dich uͤberzeugt, daß altes, was er thut, weiſe und gut iſt, daß er dein Vater, dein liebreicher Vater iſt, daß er nie Leiden ſendet, um zu
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