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Richter iſt, nachdenken, ſo mußt du ſein Kind, ſein gehorſames, ſein folgſames Kind zu ſeyn dich beſtre⸗ ben, mußt allen ſeinen Gebothen ohne Ausnahme gehorchen.
Werden wir dieſe wenigen angefuͤhrten Regeln, bey unſerm Nachdenken uͤber Gott getreu beobach⸗ ten, ſo wird dieß vernuͤnftige Nachdenken auch gewiß von den geſegnetſten Folgen fuͤr uns ſeyn. Nur kurz koͤnnen wir dieſe Folgen noch beruͤhren.
Dreyfach vorzuͤglich ſind dieſe geſegneten Fol⸗ gen. Dieß Nachdenken, o Chriſt, ſchwaͤcht deinen Hang zum Boͤſen, und ſtaͤrkt deine Liebe zum Gu⸗ ten. Es lehrt dich richtige Begriffe von den Freu⸗ den und Leiden deines irdiſchen Lebens. Es verleiht dir Muth im Tode, und verwandelt deine Hoffnung des Glaubens in Genuß des Schauens. Dieß Nachdenken ſchwaͤcht deinen Hang zum Böſen, und ſtärkt deine Liebe zum Guten. Wie? Du hätteſt oft uͤber Gott nachgedacht, fuͤhlteſt dich uͤberzeugt, daß er der Allwiſſende, der Heiligſte, der Gerechteſte iſt, und du wollteſt dich nicht ſcheuen, vor ſeinem allſe⸗ henden Auge Boͤſes zu thun? Du wuͤßteſt ſeine Ge⸗ ſetze, bewunderteſt ihre Weisheit, wuͤßteſt, daß Gott dein Herr und dein Richter iſt, und wollteſt ſeine Geſetze vorſetzlich uͤbertreten? wollteſt dich ſchmeicheln, ſeiner richtenden Allgewalt entfliehen zu koͤnnen? Alles, was du von Gott erkennſt, uͤber⸗ zeugt dich, daß er die Liebe iſt; mit jedem Athemzug deines Lebens genießeſt du neue Wohlthaten von ihm; dein Nachdenken uͤber ihn belehrt dich durch die
Stim⸗
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