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hierbey zuerſt vor allen Dingen alle Traͤgheit des Geiſtes, welche ſich bey dieſem wichtigen Geſchaͤft mit den Begriffen von Gott beguuͤgt, die man dir von Jugend auf vorgeſagt hat. Glaube nicht, daß du Gort kennſt, wenn du die Eigenſchaften von Gott, mit welchen der Religionsunterricht deiner fruͤhern Jahre dich bekannt gemacht hat, herzuerzählen, und, daß ſie ihm zukommen, mit Stellen aus der heiligen Schrift zu beſtätigen weißt. Rein! das heißt nicht Gott kennen, wenn dein Gedachtniß bloß mit den leeren Toͤnen, daß er allmaͤchtig, allweiſe, allguͤtig ſey, daß er das heiligſte, das gerechteſte Weſen ſey, angefüllt iſt, wenn du nicht zugleich daruber, nach dem Maaß deines Verſtandes, nachgedacht haſt, was denn dieß eigentlich heißt, Gott iſt allmaͤchtig, er iſt allgutig, er iſt das weiſeſte, heiligſte, gerechteſte Weſen; was dieß alles fur Einfluß auf dich und deine Handlungen haben muß. Bilde dir nicht ein Gott zu kennen, wenn du nie auf die Verbindung Achtung giebſt, in welcher alle Eigenſchaften ſeines Weſens mit einander ſtehen, wenn du nicht weißt, welchen Bezug ſie auf dich haben. Bilde dir nicht ein, Gott zu kennen, wenn du mit allem Feuer der Beredtſamkeit, ſelbſt der äußerlichen Andacht, von dieſem erhabenſten Gegenſtand menſchlicher Gedan⸗ ken zu ſprechen, dich befliſſen haſt. Willſt du Gott recht kennen, ſo mußt du alle Trägheit des Geiſtes, welche ſich mit dem Stuͤckwerk von Wiſſen deines ins Gedächtniß gefaßten Religionsſyſtems begnugt, ſorg⸗ fältig vermeiden; du mußt nie zu trag ſeyn, unter
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