Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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Die Worte des Apoſtels geben uns hierzu die richtigſte Anleitung; ſie warnen uns, daß die Tiefen der Erkenntniß Gottes fuͤr uns unerforſchlich ſind. Welch eine Tiefe des Reichthums, beyde der Weis⸗ heit und der Erkenntniß Gottes! Sie machen uns auf dasjenige aufmerkſam, worauf wir unſer Nach⸗ denken uͤber Gott vorzuͤglich richten muͤſſen, auf ſeine Regierung, ſein Verfahren, ſeine unverdiente Guͤte gegen uns, unſere Abhaͤngigkeit von ihm. Sie be⸗ lehren uns, daß wir ihm alles verdanken. Wir wer⸗ den alſo, nach der Anleitung dieſer Worte des Apo⸗ ſtels, Viererley zu bemerken haben, wenn wir ver⸗ nuͤnftig und mit Nutzen nachdenken wollen.

Wir werden uns erſtlich vor verſchiedenen fal⸗ ſchen Arten des Nachdenkens über Gott huͤten muͤſſen. Wir werden zweytens unterſuchen muͤſſen, was heißt vernuͤnftig uͤber Gott nachdenken? Hieraus werden wir drittens die Regeln leicht kennen lernen, die wir beobachten muͤſſen, wenn wir vernuͤnftig uͤber Gott nachdenken wollen. Alsdann werden uns viertens die geſegneten Folgen von ſich ſelbſt in die Augen fallen, die fär uns aus einem vernuͤnftigen Nachdenken uͤber Gott nothwendig entſtehen muͤſſen.

Willſt du, o Chriſt, der du dich gern mit dei⸗ nen Gedanken zu Gott erhebſt, und welches Geſchäft kann für einen denkenden vernuͤnftigen Geiſt nuͤtzlicher und ſeliger ſeyn? Willſt du vernuͤnftig uͤber Gott nachdenken, ſo huͤte dich erſtlich fur einigen fehler⸗ haften Arten des Nachdenkens uͤber Gott. Vermeide

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