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noch ankleben; um Weisheit, dieſe Leiden zum Wachsthum in der chriſtlichen Vollkommenheit zu nutzen; um Weisheit, daß wir unſere Leiden uns nicht ſelbſt durch Unzufriedenheit, durch Ungeduld, durch Irrthum und Thorheit noch unerträglicher ma⸗ chen; um Weisheit, daß wir uns dabey ſo verhal⸗ ten, daß wir durch unſer muͤrriſches, ungeduldiges, menſchenfeindliches Bezeigen nicht gegen die Pflichten ſuͤndigen, die wir der Liebe des Nächſten ſchuldig ſind; um Weisheit, daß wir durch dieſes Leiden uns nicht zum Zorn, zum Neid gegen Gluͤcklichere, zum Men⸗ ſchenhaß, zum Undank gegen Gott, und zu Vergeſ⸗ ſenheit des Guten, das er uns ſonſt gab, hinreißen
laſſen. Aber auch um Muth und Kraft zu leiden,
wollen wir ihn bitten; um Muth, unſere eignen Feh⸗ ler und Thorheiten, die ſo oft die wahren Quellen unſerer Leiden ſind, uns ſelbſt zu geſtehen, und ſie, ſo viel es uns nur moͤglich iſt, zu verbeſſern; um Muth, ſo lange willig und gelaſſen zu leiden, als Gott will, daß wir leiden ſollen; um Muth und Kraft, dem Vorbild unſers leidenden Erloͤſers ähnlich zu werden, welcher auch durch Leiden zu ſeiner Herr⸗ lichkeit eingegangen iſt.
Gott! du Geber der Leiden und der Freuden, dir wollen wir danken fuͤr die einen, wie fuͤr die an⸗ dern. Auf dich wollen wir hoffen und vertrauen auch in den baͤngſten Stunden unſers Lebens. Ja, wenn uns auch leib und Seele verſchmachten, ſo ſey du doch, o Gott! unſers Herzens Troſt, und unſer Theil.
VIII.


