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genden nicht mit dem gluͤcklichſten Erfolg uͤben?
Laßt uns alſo nochmals kurz die großen Vor⸗ theile uͤberrechnen, welche wir dem Einfluß der Lei⸗ den und Truͤbſale auf unſere Tugenden verdanken, und laßt uns daraus lernen, wie unentbehrlich uns dieſe Leiden und Truͤbſale ſind, wenn wir in der chriſt⸗ lichen Vollkommenheit wachſen und zunehmen wollen.
Dieſe Leiden und Truͤbſale lehren uns den Werth der chriſtlichen Tugenden vorzuͤglich kennen und ſchäz⸗ zen. Sie verſchaffen uns den Beſitz des groͤßten Theils dieſer Tugenden. Sie befeſtigen uns in dem Beſitz derſelben; ſie veranlaſſen uns, uns in dieſen Tugenden zu uͤben, und es darinne immer hoͤher zu bringen. Und koͤnnten wir alſo wohl dieſe Leiden und Truͤbſale entbehren, wenn wir durch Tugend in der chriſtlichen Vollkommenheit wachſen und zuneh⸗ men wollten? Laßt uns dieß noch etwas genauer un⸗ terſuchen. Chriſtliche Vollkommenheit begreift den hoͤchſt moͤglichen Grad der Weisheit des Verſtandes und der Guͤte des Herzens in ſich, die jeder Chriſt, nach dem Maaß der Fähigkeiten, die ihm Gott mit⸗ getheilt hat, zu erlangen vermogend iſt. Sie beſteht in demjenigen, was der Apoſtel in unſerm Text die Heiligung Gottes, das heißt, die Heiligkeit und da⸗ durch erlangte Aehnlichkeit mit Gott, nennt. Sie erfordert Veredlung des Veeſtandes und Vered⸗ lung des Herzens. Alles, was zu Veredlung des
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