Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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mitcheilen will, weil ich feſt glaube, daß er ſeine weiſen Urſachen hat, aus welchen er mir ſolches ent⸗ zog. Dann erſt kann ich aufrichtig, mit frohem Muth ſagen: Wenn ich nur dich habe, ſo frag ich nichts nach Himmel und Erde, und ob mir gleich Leib 3 Seele verſchmachtet, ſo biſt du doch meines Herzens Troſt und mein Theil. Und mit dieſen Gedanken mit dieſen ſeſten Ueberzengungen ſollte ich nicht e ſeyn, mitten in den heftigſten Stuͤrmen dieſes Le⸗ bens? Der Verluſt, den ich leide, der Schmerz den ich empſinde, ſollte die Ruhe, die Heiterkeit n ner Seele ſtoͤren? War es nicht mein Vater, wel⸗ cher wollte, daß ich Verluſt, daß ich Schnet et. pfinden ſollte? Kann er mir nicht den erſten reichlich erſetzen, und den andern, ſobald er nur will, min⸗ dern, oder ganz aufheben? Ja, zu dir, meinem maͤchtigen Vater im Himmel, laß mich mit ruhigem beitern Blick in jedem Kummer meines Lebens hin⸗ auſſehen. laß mich ſtets den ſo ſeligen Troſt empfin⸗ den, daß, wenn mich jedes Gut dieſer Erde verläßt du, Allmaͤchtiger und Allguͤtiger, mich nie wirſt. Laß mich dir fur die Leiden danken, die du mir geſundt haſt. Nur ſie haben mich gelehrt, daß, außer dir, alles unbeſtändig und wandelbar iſt. Und der Chriſt, der ſo denken, und nach dieſer Denkungs⸗ art handeln wird, ſollte alſo auf dem Wege der Leiden und Truͤbſale dieſe Heiterkeit und Beruhigung der

Seele, die ein ſo ſchaͤtzbares, wuͤnſchenswerthes

Gut iſt, nicht am ſicherſten finden? Sollte ſich

alſo dadurch in den erhabenſten, ſchwerſten Tu⸗ R genden