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tiget vom Ueberdruß, verſchwindet eben ſo leicht, als ſie entſtand. Sie berauſcht oft unſer Herz und un⸗ ſern Verſtand, aber ſie erquickt nie oder ſelten unſern nach wahrer Weisheit des Lebens duͤrſtenden Geiſt. Sie verſchafft uns nie den ſtillen, ruhigen, heitern Zuſtand der Seele, der ſich von keinem irdiſchen Gluͤck in einen kurzen Taumel der Sinne verwandeln, von keinem Kummer dieſes Lebens ſtoͤren und vernich⸗ ten laßt. Dieſer ſich ſtets gleiche, ſo wuͤnſchens⸗ werthe Zuſtand des Chriſten, und eines jeden ver⸗ nuͤnftigen Menſchen, iſt nur ein ſegensreicher Gewinn der Leiden und Truͤbſale. Dann, wenn mich Leiden und Truͤbſale von dem Unbeſtand und der Unvollkom⸗ menheit aller Guͤter dieſer Erde uͤberzeugen, dann, wenn mich die durch Leiden und Truͤbſale gemachte Erfahrung belehrt, was fuͤr ein zerbrechlicher Rohr⸗ ſtab dieſe Guͤter ſind, wenn ich mich auf dem ſo rau⸗ ben Pfade dieſes Lebens an ſie halte, und dieſen Pfad, an ſie gelehnt, gluͤcklich und freudig zu durchwandeln traͤume, dann lerne ich erſt dieſe ſchwache Hülfe ver⸗ achten, werfe ſie von mir, ſuche nach einer feſtern Stutze, an die ich mich halten kann, und finde ſie in dem feſten Vertrauen auf Gott, der alles nach ſeiner Weisheit lenkt, und auch mir, ſeinem geliebten Geſchoͤpf, kein Schickſal meines Lebens beſtimmt, das mir nicht gut und nuͤtzlich waͤre. Mit kindlichem Gehorſam unterwerfe ich mich dem Willen meines Vaters, weiß, daß er auch in der groͤßten Gefahr mein Beſchuͤtzer und Erretter ſeyn kann. Gern ent⸗ behre ich jede Freude, jedes Gut, das er mir nicht mit⸗
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