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Wenn auch dieß Geſetz zur Liebe gegen Gott und ſeinen Menſchen auffordert, ſo verlangt es vor allen Dingen von euch richtige Begriffe von Gott und den Verhältniſſen, in welchen ihr mit ihm ſteht. Ich habe euch ſchon geſagt, daß ohne richtige Kennt⸗ niß von ihm keine Liebe zu ihm moͤglich iſt. Vor— zuglich muͤßt ihr Gott als den Geſetzgeber dieſes Ge⸗ ſetzes kennen. Ihr müßt euch uberzeugt fuͤhlen, daß der Gehorſam gegen dieſes Geſetz der Grund eurer Lugend und eurer Gluͤckſeligkeit iſt. Dieſe Ueber⸗ zeugung muß euch nothwendig zum Gehorſam gegen dieſes Geſeß ſelbſt antreiben; dieſer Gehorſam giebt eurem Geiſt neue Nahrung Gott zu lieben.
Aus der richtigen Kenntniß Gottes und ſeiner Vollkommenheiten entſtehen, wie ich auch ſchon ge⸗ ſagt habe, die reinſten Empfindungen der Bewun⸗ derung, des Vertrauens, der Dankbarkeit gegen Gott. Dieſe Empfindungen erzeugen in euch Haß gegen die Sunde, Liebe zum Guten, zur Ordnung, Uebereinſtimmung eures ganzen Verhaltens mit dem Willen des hoͤchſten Sittengeſetzes. Zu allen dieſen Empfindungen und ihren Folgen fordert euch dieß boͤchſte Sictengeſetz auf, und folgt ihr den Auffor⸗ derungen deſſelben, ſo muß euch dieß nothwendig in unabläßige Wirkſamkeit und Thätigkeit ſetzen, ſo zu handeln, wie es das hoͤchſte Sittengeſet von euch fordert. Die Folge dieſer Wirkſamkeit und Thätig⸗ keit iſt unausbleiblich ein aus dem Wohlgefallen der
gottlichen Vollkommenheiten entſtehendes unermuͤ⸗
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