Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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Verhältniſſe, die aus dieſer neuen Darſtellung des boͤchſten Sittengeſetzes zwiſchen Gott und uns ent⸗ ſtehen! Er thut noch mehr; er belehrt uns uͤber ein ganz neues Motiv, welches uns zur Befolgung dieſes Geſetzes antreiben muß, welches kein Weiſer vor ihm ſo klar, ſo vollſtändig vorgetragen hat. Er nimmt die Gruͤnde, die uns zur getreuen Erfüllung dieſes Sittengeſetzes antreiben muͤſſen, nicht bloß aus un⸗ ſerer jetzigen Natur, aus unſerm jetzigen Zuſtand, aus unſern jetzigen Verhãltniſſen mit Gott her. Nein! Er fuͤhrt uns weit uber unſern jetzigen Raupenſtand in die Gefilde der Ewigkeit hinein. Er zeigt uns Perſpektive einer Seligkeit ohne Ende, die uns Gott verheißen hat, wenn wir unermüdet ſtreben, dieſem hoͤchſten Sittengeſetz ſtets gemaͤß zu handeln. Welche unwiderſtehliche Macht, mit welcher er unſere Herzen zur getreuen Befolgung dieſes hoͤchſten Sittengeſetzes hinreißt! Gott, Gott der Unausſprechliche, der Allgůtige und Allmaͤchtige, iſt mein Vater; ich kann, wenn ich will, ſein geliebtes Kind ſeyn! Gott ver⸗ lieh mir die Kraft, ewig an Vollkommenheit zu wach⸗ ſen, mich ihm immer mehr zu naͤhern, ohne jemals, auch dann nicht, wenn die irdiſche Huͤtte meines Geiſtes nicht mehr iſt, einen Stillſtand meiner mora⸗ liſchen Kraft, meiner ganzen Exriſtenz furchten zu dur⸗ fen! Welcher Weiſe hat jemals wie Jeſus Chriſtus gelehrt?

Allein dieß alles iſt noch nicht genug. Jeſus Chriſtus hat auch drittens uns dieß hoͤchſte Sitten⸗ geſetz

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