Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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Wandle vor mir und ſey fromm, und in dem Ver⸗

borh, welches er Adam vorſchrieb, war dieß Geſetz

der einzige Bewegungsgrund, welcher Adam zum Ge⸗ horſam gegen das ihm ertheilte Verboth antreiben mußte. Dieß hoͤchſte Sittengeſetz iſt auch ſo feſt in die menſchliche Natur gleichſam eingewebt, daß alle Weiſen der alten, neuern, und neueſten Zeit, wenn ſie die erſten Principien, auf welche die Moralität des Menſchen ſich ſtutzen muß, haben entwickeln wol⸗ len, ſich dieſem hoͤchſten Sittengeſetz mehr oder we⸗ niger genaͤhert haben. Das Geſetz der Vollkommen⸗ heit, der Selbſtbeherrſchung, des Vergnügens, ſelbſt der Stoiſchen, egoiſtiſchen reinen Tugend, des allge⸗ meinen Wohlwollens, der moraliſchen Beurtheilung der Handlungen anderer Menſchen, und die Anwen⸗ dung dieſer Beurtheilung auf unſere eigenen*), bis auf das ſittliche Geſetz: handle nach ſolchen Mayimen, von welchen du willſt, daß auch Andere darnach han⸗ deln moͤgen, muͤſſen endlich dunkler oder deutlicher auf das hoͤchſte Sittengeſetz, das Jeſus Chriſtus ſo

klar zum Grunde ſeiner Moral, die er uns lehrte,

gelegt hat, zuruͤckkommen, wenn ſie den Zweck, den ſie zur Abſicht haben ſollen, Befoͤrderung der Mora⸗ lität des Menſchengeſchlechts, und die dadurch zu be⸗ wirkende ſittliche Vollkommenheit, erreichen oder ihm wenigſtens ſich nähern wollen.

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S. The Theory of moral fentiments by Adam Smith. 2 Vol.

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