Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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zu kommen, bey aller eurer Schwachheit maͤchtig un⸗ terſtuͤtzen kann und wird. Er verheißt euch, der Bey⸗ ſtand des Geiſtes Gottes ſoll euch zu Theil werden, und ſoll euch neue Kraft zum Guten ſchenken. Ich habe euch bereits geſagt, worin dieſer Beyſtand Gottes be⸗ ſtehe. Er kehrt eure moraliſche Natur durch wunder⸗ bare Wirkung nicht um. Allein er wirkt, nach dem deuclichen Zeugniß der heiligen Schrift, auf eure eigene moraliſche Kraft, daß ſie das Gute leichter voll⸗ bringt, er verſtaͤrkt ſie gleichſam. Tauſend Mittel ſind ihm eigen, die ich und ihr nicht kennen, und die⸗ jenigen, welche wir kennen, duͤrfen wir nur weislich benutzen, wenn ſie auf unſere eigene Kraft wirken ſollen. So lange ihr ihre Wirkungen durch vorſaͤtzliche Neigung zur Suͤnde nicht hindert, werdet ihr ihre ge⸗ ſegneten Folgen gewiß empfinden.

Betet alſo ohne Unterlaß um dieſen Beyſtand des Geiſtes Gottes, denn Gott will ihn denen geben, die ihn darum bitten. Ihn zu erhalten, wird nichts erfordert, als nur euer feſter Entſchluß und Wille ſtets gut und rechtſchaffen zu handeln, und der Anfang der Ausfuͤhrung dieſes Entſchluſſes. Ueberlaßt euch gern und willig ſeinen Leitungen, ohne thoͤrichterweiſe wiſſen zu wollen, wie er euch leitet. Laßt euch aber auch keine kaltblütige vernuͤnſtelnde Afterweisheit irre machen, wenn ſie euch belehren will, daß Gott eures Gebets nicht bedarf. Freylich bedarf er dieſes Gebets nicht, aber ihr beduͤrft ſeiner, und es iſt natuͤrliche Fol⸗ ge der Sache, daß, wenn euer Herz die Beduͤrfniſſe

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