Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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eeren, unverſtäͤndlichen Worten zu peinigen. Das wahre Schoͤne und Gute macht gewiß auf jedes un⸗ verdorbene Herz den lebhafteſten Eindruck, wenn es ihm nur mit der erforderlichen Einſicht und dem gehoͤri⸗ gen Verſtand gezeigt wird. Wißt ihr den Adel eurer Seele zu ſchaͤtzen, welcher ſich auf Tugend und Recht⸗ ſchaffenheit gruͤndet; ſo muͤßt ihr freylich auch wachen, ihn unbefleckt zu erhalten. Der Nachläſſige iſt ſtets in Gefahr ſeine Schaͤtze und ſeine Guͤter zu ver⸗ lieren. Dieſe Wachſamkeit iſt eine der vorzuͤglichſten Tugenden des Chriſten. Je verborgener, je liſtiger, je maͤchtiger ſeine Feinde ſind, deſto groͤßer iſt ſeine Gefahr von ihnen uͤberwunden zu werden⸗ Und ach! dieſe ſinnlichen Luͤſte, welcher Menſch fuͤhlt es nicht, wie ſehr ſie in ſeinem Herzen herrſchen. Wacht alſo un⸗ ermuͤdet uͤber eure Gedanken, Worte und Handlungen. Ihr koͤnnt es weit in der Beherrſchung eurer ſelbſt bringen. Es iſt Tragheit des Geiſtes, wenn es euch den Reiz eines Laſters zu uͤberwinden zu ſchwer daͤucht. Alles iſt demjenigen moͤglich, der ernſtlich will. Nur den erſten Schritt zur Annäherung zum Laſter muͤßt ihr ſorgfaͤltig vermeiden.

Wenn euer großer Lehrer der Wahrheit, Jeſus Chriſtus, euch nicht mit falſchen Verheißungen ge⸗ ſchmeichelt hat, und wie waͤre es möglich geweſen, daß er dieß haͤtte thun koͤnnen? ſo hat er euch noch das maͤchtigſte Huͤlfsmittel verſprochen, das euch zu Er⸗ reichung des großen Zwecks, durch immer ſteigende chriſtliche Tugend, der Aehnlichkeit mit Gott naͤher

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