268
wahrſcheinlich, daß jedes Uebel, welches Gott uͤber einen vernuͤnftigen und unſterblichen Geiſt verhaͤngt, eigentlich nur Beſſerungsmittel ſeyn ſoll, und zuletzt ſeyn muß, und daß alsdann, wenn dieſer Endzweck ſelbſt der Macht und Weisheit Gottes, wegen der mit der Unſterblichkeit ſtets fortdauernden Freyheit eines vernuͤnftigen Geiſtes, zu erreichen ganz unmoͤglich iſt, endlich Vernichtung das letzte Mittel iſt, alles Un⸗ reine aus dem Umfang des unermeßlichen Reiches Gottes zu verbannen. Waͤre dieſe Muthmaaßung Wahr⸗ heit, ſo wuͤrde freylich der Wurm der Verdammten nicht ſterben, und ihr Feuer nicht verloͤſchen, ſo lange ſie ſind und exiſtiren. Aber Vernichtung wuͤrde ihr endliches Loos ſeyn. Darf es jedoch der bloͤdſichtige Menſch wagen, die Rathſchluͤſſe des Unerforſchlichen enthuͤllen zu wollen?
Die zweyte Frage iſt: Giebt es poſitive Stra⸗ fen der Holle, oder beſtehen dieſe bloß in Ent⸗ ziehung und Entbehrung gewiſſer Guͤter, und den Folgen boͤſer Handlungen? Auch dieſe Frage gehoͤrt zu denjenigen, deren Entſcheidung nichts zur Erkenntniß der Wahrheit, und Verbreitung der Tu⸗ gend und Rechtſchaffenheit beytraͤgt. Die Vernunft kann auch nicht hieruͤber abſprechen, und die Offen⸗ barung thut es nicht. Wenn indeſſen der Begriff Strafe, hier in demjenigen Sinn genommen wird, in welchem ihn die buͤrgerlichen Geſetze nehmen, ſo ſcheint der Ausdruck: Poſitive, feſtgeſetzte, zugefugte Strafen, die nicht bloß natuͤrliche Folgen der boͤſen Thathandlungen ſind, fur den Zuſtand der Laſterhaſ⸗
ten
len na ſüve der G
ſelber gen. mach denke rektio der p poſiti ſraft Wih druc Jede einer uns ſur klar
Sa
aus leib hen Au Fůͤ diſ G get in


