Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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indeſſen die heilige Schrift in den deutlichſten Aus⸗ druͤcken, von einem ungluckſeligen Zuſtand der Laſter⸗ haften nach dem Tode, und von einem Aufbewahrungs⸗ ort derſelben, nach der Auferſtehung und der Wieder⸗ vereinigung ihrer Geiſter mit ihren Koͤrpern, ſehr um⸗ ſtaͤndlich ſpricht: ſo laßt uns die Lehre von der Hoͤlle, ſowohl, als die Lehre vom Teufel, weder fuͤr Fabel noch juͤdiſche Traditionslehre und Akkommodation der heiligen Schriftſteller nach dieſer, ſondern fuͤr Wahr⸗ heit halten, ſie mag uͤbrigens juͤdiſchen, chaldaiſchen oder noch aͤltern Urſprungs ſeyn. Welche Vorſtellun⸗ gen mit dieſem Worte zu verbinden ſind, ob ein be⸗ ſonderer Ort, beſondere Strafen und Peinigungen, darunter zu verſtehen ſind, oder ob jeder Laſterhafte ſeine Hoͤlle in ſich ſelbſt ſchon einſchließt, dieß alles kann weder ein Gegenſtand unſers Unterrichts, noch unſerer Forſchbegierde ſeyn. Nur zwey Fragen will ich beruͤhren, da uͤber beyde in unſern Tagen im⸗ mer noch geſtritten wird. Was habt ihr von der Ewigkeit der Hollenſtrafen zu glauben? Was ihr wollt; die Sache iſt gar kein Gegenſtand der menſchlichen Unterſuchung, und kann nicht ausgemacht werden, da die aus der Bibel angefuͤhrten Stellen nichts fuͤr die Ewigkeit, und die Schluͤſſe der Vernunft nichts wider die Ewigkeit dieſer Strafen beweiſen. Iſt der Zuſtand des Laſterhaften ewig ungluckſelig, ſo iſt es gewiß nicht moͤglich, daß er nach den weiſen, heiligen und gerechten Geſetzen der Allregierung Gottes anders ſeyn kann, die Vernunft mag dagegen disputiren wie ſie will. Indeſſen ſcheint es der Vernunſt allerdings

wahr⸗