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entzuckenden Traum uͤber unſerd Trennung beruhigen, daß wir dort in jenen reitzenden Gefilden der Ewigkeit, eine einzige verſammlete weit gluͤcklichere Familie aus⸗ machen werden als hier? Oder wird uns in dem gro⸗ ßen Reiche Gottes ein verſchiedener ewig getrennter Aufenthalt angewieſen werden? Auf alle dieſe Fragen weiß ich euch nichts zuverlaͤſſiges zu antworten. So viel iſt mir wenigſtens wahrſcheinlich: Bewußtſeyn und Erinnerung des Vergangenen muß ich in jedem Zuoſtand meiner kuͤnſtigen Exiſtenz behalten, wenn ich das Weſen bleiben ſoll, das ich jetzt wirklich bin. Be⸗ halte ich dieſes Bewußtſeyn, dieſe Erinnerung, und exiſtire ich nach meinem Tode nicht ganz iſolirt, und ohne Verbindung mit den Geiſtern meiner Zeitgenoſſen, ſo hoͤrt auch nach meinem Tode eine Art von Verbin⸗ dung zwiſchen mir und der Welt, die ich verlaſſe, nie ganz auf, und ihr, meine verlaſſenen Geliebten, ſeyd nothwendig einer der Gegenſtaͤnde, nach welchen ich bey meinen ſpaͤter ſterbenden kuͤnftigen Freunden for⸗ ſchen werde. Allein es waͤre Thorheit, etwas uͤber die Art dieſer Verbindung beſtimmen zu wollen. Ob ſicht⸗ bare oder unſichtbare Erſcheinung entkoͤrperter Geiſter in unſerer Welt moͤglich iſt, oder geſchieht, wollen wir der phantaſiereichen Schwaͤrmerey zu unterſuchen uͤberlaſſen. Was koͤnnte uns die Moͤglichkeit oder Wirk⸗ lichkeit der Sache nuͤtzen? Kenntniß unſerer Freunde und Geliebten in jenem Leben, fortgeſetzter, von Tu⸗
gend und Freude beſeligter Umgang mit ihnen iſt
ein viel zu troſtreicher, entzuͤckender Gedanke, als daß
wir nicht wenigſtens ſeine Realiſirung wuͤnſchen ſollten.
Laßt


