Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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jenſeit des Grabes; auch ihn bildet fremde Lei⸗ tung, fremdes Beyſpiel, vermehrter Trieb ſeiner eige⸗ nen boͤſen Neigungen, durch alles, was er nach und nach kennen und empfinden lernt, immer mehr und mehr bis zu dem Grad der Unſeligkeit, die ihn bey der Wiedervereinigung mit ſeinem Koͤrper erwartet, und was dann ferner ſein Schickſal ſeyn wird, wiſſen wir theils nicht, theils ſind wir unfaͤhig es zu beſtimmen, und zu beurtheilen.

Die unerſaͤttliche Neubegierde des Menſchen hat, wenn ſie uͤber den Zuſtand des Menſchen nach dem Tode nachgruͤbelt, noch eine Menge zum Theil unnuͤtzer Fragen, die ſie ſich ſo gern beantworten moͤch⸗ te: Behalten wir nach dem Tode das voͤllige Bewußt⸗ ſeyn, die voͤllige Erinnerung des Zuſtandes unſers irdiſchen Lebens? Bleiben wir in einer Art von Ver⸗ bindung mit der Welt, die wir verlaſſen, mit den Geliebten, von welchen uns der Tod trennt? Werden wir uns nach dem Tode kennen? uns einander naͤhern? Koͤnnen wir nach unſerm Tode, auf die noch Lebenden wirken? Wird mein Geiſt alsdann, wenn mein Koͤr⸗ per im Grabe verwest, euch, meine Lieben, ſichtbar umſchweben duͤrfen, Zeuge eurer guten und eurer boͤſen Handlungen ſeyn koͤnnen? Schweben vielleicht, jetzt da ich dieſes ſchreibe, meine beyden von mir ſo innig geliebten Gattinnen, mit deren Tode ich alle meine Freuden verlohr, um mich ihren einſamen verlaſſenen Freund, und umwehen mich mit ihrem ſanften Hauch? Werd ich euch dort finden, wenn auch euch der Tod zum Grabe ruft? Und duͤrfen wir uns mit dem ſuͤſſen

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