dig eiſt nert 6 zu ieſes mir eſch ort⸗ des⸗ mit als ſeyn ff da⸗ den un⸗ hriſt will nheit ſund nicht ieſer nden n⸗
nung „die ſeen
ſich men von len
259
allen Maͤngeln, Unvollkommenheiten und unangeneh⸗ men Vorſtellungen, und in dem voͤlligen Genuß aller Freuden der Seligen denkt. Dieß druͤckt man gemeini⸗ glich durch den Genuß des Anſchauens Gottes aus, ein Begriff, bey welchem wohl die wenigſten etwas Rich⸗
tiges denken, durch Ruhen von der Arbeit, Befrey⸗
ung von aller Qual, ewigen Jubel und Lobpreiſen Gottes, und aͤhnliche Redensarten. Dieſe gewaltſame Verwandelung des unvollkommenen Zuſtandes eines vernuͤnftigen Geiſtes, der nur eingeſchränkter Vor⸗ ſtellungen und Empfindungen bisher faͤhig war, alſo auch keines Genuſſes einer Gluͤckſeligkeit faͤhig iſt, die nicht dieſen Empfindungen, dieſen Vorſtellungen ange⸗ meſſen iſt, waͤre nur durch ununterbrochene fortdauernde Wunder Gottes moͤglich; denn die ganze Nakur dieſes Geiſtes muͤßte auf einmal ganz umgeſchaffen werden, und er muͤßte in ein ganz anderes Weſen, als er bisher war, verwandelt werden. Dieß leitet mich auf die dritte Muthmaaßung. Der Zwiſchenzuſtand des Men⸗ ſchen, zwiſchen Tod und Auferſtehung, iſt Reinigungs⸗ mittel der dem menſchlichen Geiſt aus dieſem irdi⸗ ſchen Leben noch anhangenden Maͤngel und Unvollkom⸗ menheiten. Er ſoll in dieſem Zuſtand, bald mehr, bald weniger, durch eigene uns unbekannte Veranſtaltungen Gottes, von allem demjenigen befreyt werden, was ihn noch unfaͤhig macht, in dem kuͤnftigen Zuſtand durch Thaͤtigkeit und Genuß vollkommen glückſelig zu ſeyn, an den Freuden hoͤherer, ſeliger Geiſter Theil zu nehmen. Er ſoll alſo vorbereitet werden, nach der Wie⸗ dervereinigung mit dem Koͤrper das ſeyn zu koͤnnen,
R2 was


