Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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keit eines Geiſtes, der nicht Maſchine iſt, muß nothwendig mit Bewußtſeyn verbunden ſeyn. Ob alſo mein Geiſt ohne ſeinen Koͤrper handelt, oder ob er eingeſchlummert in dem unzerſtoͤrbarem Keim ſeines Koͤrpers, bis zu jenem großen Tag der Erwachung, ohnerachtet dieſes Schlummers, immer noch thaͤtig iſt, dieß kann mir ganz gleichguͤltig ſeyn; ſeine Thaͤtigkeit, ſie aͤußere ſich auf eine oder die andere Art, wird dennoch ſtets Fort⸗ ſchritt zur Vollkommenheit ſeyn, und ſelbſt mein Todes⸗ ſchlummer, wenn man ihn ſo nennen will, wird mit einem hoͤhern Grad der Thaͤtigkeit verbunden ſeyn, als jemals das irdiſche Leben des thätigſten Menſchen ſeyn konnte, ſo wenig ich mir auch einen deutlichen Begriff da⸗ von zu machen im Stande bin. Fürchtet alſo nicht den langen Schlaf des Todes. Auch er ſetzt Thatigkeit, un⸗ unterbrochene Thatigkeit voraus, und wenn die Schrift ſagt, daß die Todten ruhen von ihrer Arbeit, ſo will ſie damit ſo viel ſagen, daß der an Vollkommenheit ſtets wachſende Geiſt, auch in dieſem Zwiſchenzuſtand und bis zur Wiedervereinigung mit dem Koͤrper nicht mehr durch den Koͤrper an dem Wachsthum dieſer Vollkommenheit gehindert wird. Ruhe des denkenden Geiſtes kann in nichts anders beſtehen, als in gaͤnz⸗ lichem Mangel der Hinderniſſe ſeiner Thaͤtigkeit.

Die gemeinen Begriffe, von dem auf die Trennung des Geiſtes vom Koͤrper ſogleich folgenden Zuſtand, die man ſich aus mißverſtandenen Stellen der heiligen Schrift macht, zielen alle darauf ab, daß man ſich den nunmehr entkoͤrperten Geiſt, ſogleich vollkommen gluckſelig, in dem hochſtmoͤglichen Wohlſeyn, frey von

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