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exiſtiren, ſo wird ſeine Exiſtenz auch ohne Koͤrper, dem Zweck voͤllig gemaͤß ſeyn, den er in dieſem Zwiſchenzu⸗ ſtand erreichen ſoll, und er wird alle Faͤhigkeiten be⸗ ſißen, die er als Mittel zu Erreichung dieſes Zwecks noͤthig hat. Selbſt, wenn Seelenwanderungen moͤg⸗ lich waͤren, ein Traum von welchem die chriſtliche Re⸗ ligion nichts weiß: ſo wuͤrden auch dieſe Wanderungen, Mittel zu Beſchleunigung jener großen Revolutionen ſeyn, die unſern Geiſt nach dem Tode erwarten.
Es ſey indeſſen erlaubt, daß ich, der ich dem Gra⸗ be ſo nahe bin, und alſo nothwendig oft meine Blicke, auf das Land jenſeit des Stroms dieſer Zeit richte, euch einige meiner Lieblingsgedanken uͤber den Zwiſchenzu⸗ ſtand des Menſchen nach dem Tode mittheile. Wenn ſie euch auch nicht Stoff zum weitern Nachdenken dar⸗ bieten ſollten, ſo werden ſie euch wenigſtens veranlaſſen, euch an einige Irrthuͤmer zu erinnern, welche man gemeiniglich mit den Gedanken uͤber Tod und Verwe⸗ ſung des Koͤrpers, und den Zuſtand des Menſchen nach dem Tode zu verbinden pflegt.
Erſtlich: in dem ganzen unermeßlichen Reich der Schoͤpfung Gottes, ſo weit wir es kennen, iſt kein Sprung, keine augenblickliche ſchnelle Erhoͤhung des Kleinen zum Groͤßern, des Geringern zum Hoͤhern. Alles waͤchſt, nimmt zu, entwickelt ſich in unmerkbaren Progreſſionen, erreicht ſein Ziel nicht auf einmal, ſon⸗ dern nach und nach. Die Bluͤthe keimt lange, ehe ihre Knospe aufbricht, wird nur nach und nach zur Frucht, und jede Frucht reift langſam. Bildet euch alſo ja nicht die Wahrheit jenes philoſophiſchen Traums
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