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Ohnfehlbar iſt es die lette Prufung unſers Glaubens und unſers Vertrauens zu Gott, die er in dieſem irdi⸗ ſchen Leben von uns verlangt. Alles, was wir aus der Verſicherung Chriſti an ſeinen Mitgekreuzigten, aus der Uebergabe ſeines Geiſtes in die Haͤnde ſeines Va⸗ ters, aus den wenigen Aeußerungen ſeiner Apoſtel äber dieſen Zwiſchenzuſtand des Menſchen mit Zuverläſſig⸗ keit ſchluſſen koͤnnen, iſt dieß: Unſer Geiſt ſtirbt nicht mit unſerm Koͤrper, ſett mit dem letzten Athemzug dieſes Koͤrpers ſeine Exiſtenz fort, und ſein Zuſtand muß Thaͤtigkeit, und ſo wie ſich der Menſch hierzu vor⸗ bereitet hat, entweder Wohlbeſinden, oder Uebelbefin⸗ den ſeyn.
Laßt uns alſo nicht mehr zu wiſſen verlangen, als Gott wollte, daß wir wiſſen ſollten. Laßt uns mit ge⸗ troſtem Muth, mit feſtem Vertrauen auf ſeine Verheiſ⸗ ſungen, die finſtere Bahn des Todes wandeln. Auch auf dieſer wird er uns fuͤhren, und uns gewiß halten, was er uns verſprochen hat: ewiges Leben, ewiges glckſeliges Leben, das gleich nach dem Tode anfaͤngt, wenn wir zu dieſem Genuß faͤhig ſind. Laßt uns die⸗ ſem Leben hier heiter entgegen ſehen, ohne erſt lange zu fragen, wie es moͤglich iſt, wie es beſchaffen ſeyn wird? Will er, dieſer große Urheber des Lebens, daß unſer Geiſt ſchlummern ſoll, bis er mit unſerm neuen Koͤrper dereinſt erwacht: ſo wird auch dieſer Schlummer Nah⸗ rung und Stärkung unſers entkoͤrperten Geiſtes ſeyn ſo wie unſer irdiſcher Schlaf jetzt unſern Geiſt und un⸗ ſern Koͤrper ſtarkt. Soll unſer Geiſt, getrennt von unſerm Koͤrper, bis zur Wiedervereinigung mit ihm
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