Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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chaliſche und moſaiſche Religon wirklich Offenbarung von Gott, wofur ſie doch beyde ſtreitende Theile halten, ſehn könne, wenn die Lehre von der Unſterblichkeit nicht dabey zu Grunde liegt. Denn wie waͤre es moͤglich, daß eine geoffenbarte Religion ſich bloß auf den Ge⸗ nuß und die Gluckſeligkeit des Spannenlangen irdiſchen Lebens einſchraͤnken, und den Menſchen, der in jedem Syſtem zur Unſterblichkeit geſchaffen iſt, deſſen weſent⸗ iche Beſtimmung ſo feſt mit ſeiner Unſterblichkeit ver⸗ bunden iſt, nicht zu jeder Zeit, aber freylich zu der ei⸗ nen deutlicher, als zu der andern, auf dieſe Unſterblich⸗ keit hinweiſen ſollte? Freylich mag der fromme Iſrae⸗ lit, ein Abraham, Moſes, David rc. dieſe Unſterblich⸗ keit nicht in dem Lichte geſehen haben, in welchem ſie Paulus, durch Jeſum belehrt, erblickte. Aber alle altteſtamentlichen Schriften weiſen darauf hin, daß der Iſraelit Begluckung in der Zukunft zu erwarten habe, an welcher er Theil nehmen ſolle. In dieſer Abſicht nennte Jeſus Gott, den Gott des ſchon laͤngſt verſtorbenen Abrahams, Iſaaks und Jakobs. Der fromme Iſtaelit, ſchlaͤſt, wird zu ſeinen Vaͤtern verſammlet, nach dem Ausdruck dieſer Schriften. Er, der Entſchlafne, dauerte alſo nach ſeinem Tode noch fort, und die Vaͤter, zu denen er verſammlet ward, mußten auch noch fortdauern. Geſetzt dieſe Offenbarung er⸗ theilte auch nur Stuffenweiſe Unterricht, und ver⸗ ſchwiege dem Kindesalter des Menſchen, was es noch nicht faſſen kann: ſo beruht doch der Grund aller Offen⸗ barung in der Entwickelung der Beſtimmung des Men⸗ ſchen, und dieſe muß von der Lehre der Unſterblichkeit aus⸗

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