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dauert. Nur ihr allein glaub ich, nur auf ihre Ver⸗ beißungen allein verlaß' ich mich, unbekuͤmmert, ob die Vernunft uͤberzeugende Gruͤnde von dieſer Unſterblich⸗ feit darbietet oder nicht: denn dieſe Verheißung der Un⸗ ſterblichkeit, iſt Verbeißung des Treuen und Wahr⸗ haften, der nie trüͤgt. Bey jedem Zweifel, der mich beſtuͤrmt, bey jeder Furcht vor Vernichtung, die mich an⸗ wandelt, ruff ich mir zu: ich weiß, daß, wenn das Haus meiner Huͤtte zerbrochen wird, ich einen Bau habe von Gott erbauet, denn Jeſus Chriſtus ſagt mir: ich lebe, und du ſollſt auch leben. Ja, bin ich nicht unſterblich, ſo iſt alles Fabel, was Vernunft und Offenbarung von Gott, von Tugend, von Laſter, Belohnung des Guten, und Beſtrafung des Boͤſen, jemals getraͤumt haben.
Laßt uns ihm danken, meine Lieben, ihm, unſerm Heiland und Herrn, daß er uns ſo deutlich belehrt hat, daß wir unſterblich ſind, daß unſer Geiſt nicht mit un⸗ ſerm Koͤrper verwest, ſondern ſich zu Gott ſeinem Ur⸗ heber, dem ewigen Quell alles Lebens, alles Seyns empor ſchwingt. Laßt uns die Wuͤrde dieſer Unſterb⸗ lichkeit ſtets vor Augen haben, wenn uns der Kampf wider die Suͤnde zu ſchwer wird: der Gedanke an dieſe Unſterblichkeit muͤſſe uns troͤſten, wenn unſere Kraͤfte unter der Buͤrde dieſes irdiſchen Lebens ermat⸗ ten, er muͤſſe uns Muth geben, wenn ſich der Tod mit allen ſeinen Schrecken uns naͤhert. Ja, meine Ge⸗ liebten, laßt den wichtigen, großen Gedanken: Wir ſind unſterblich, unſer wartet ein anderes Leben
nach dem Tode, euch ſtets gegenwaͤrtig ſeyn. Wie waͤre


