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foͤnnt ihr euch von einem wuͤrdigen Genuß ſicher verſpre⸗ chen. Huͤtet euch vor ullem Aberglauben, der auch in unſe⸗ rer Kirche noch ſehr oft mit dieſer Handlung verbunden wird. Stoßt euch nicht an manche zweckwibrige Ceremo⸗ nien, ertragt ſie um der Schwachen willen. Hauptſaͤch⸗ lich aber hutet euch vor einem Fehler unſers Zeitalters, der Vernachlaͤfſigung des heiligen Abendmahls, und entzieht euch ja nicht auf Jahre oder noch laͤnger dieſer heiligen Handlung Es iſt faſt unmoͤglich, wenn man nicht gonz vom Vorurtheil oder von Neigung zur Suͤnde unterjocht iſt, Chriſtum aufrichtig zu lieben, und ſich unter einem oder dem andern Vorwand, er beſtehe worin er wolle, von der Theilnehmung des heiligen Abendmahls aus⸗ zuſchließen. Genießt es alſo gern, oft und freudig, als treue Bekenner und Verehrer des Herrn, ohne euch zu bekuͤmmern, ob ihr Gott genoſſen, ob ihr mit und unter den äußerlichen Dingen der koͤrperlichen Gegen⸗ wart Chriſti theilhaftig geworden ſeyd, oder ob dasjeni⸗ ge, was ihr genießt, nichts weiter als aͤußerliche Zei⸗ chen der Sache ſind, an welche ihr euch dabey erinnern ſollt. Die Kirche laͤßt vor dem Genuß des Abendmahls die Handlung der Beichte vorhergehen. Ein weites geld laͤge vor uns offen, wenn ich mit euch uͤber die theils ſeltſamen, theils abgeſchmackten Gebraͤuche ver⸗ nuͤnfteln wollte, welche die verſchiedenen Kirchenpar⸗ teyen mit dieſer Handlung verbunden haben. Ihr ſeyd hinlaͤnglich unterrichtet, daß ihr wißt, Beichte und Abſolution ſind menſchliche Einrichtungen. In der Zeit da ſie entſtanden, waren ſie gewiß ſehr noͤthig und nutzlich; daß ſie es jetzt nicht ſo ſehr ſind, wenigſtens dieſe
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