Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſeyn erth ſſten Whre ieſer gkeit ren? aus⸗ ſicht, onien Kir⸗ ſe iſt kann auch ſeyn.

hſe⸗ chäd⸗ viel Der ſch

hriſt,

Wai⸗

fihr

chten

volle

Ein⸗

den,

raſt ige,

diſ Pir⸗

235

Wirkung der Taufe in den Schriften des neuen Teſta⸗ ments nicht angezeigt finde. Alle Stellen, ſo von der Tau⸗ fe handeln, ſtellen ſie bloß als ein Symbol vor, dadurch angezeigt wied, daß derjenige, der getauft, oder viel⸗ mehr untergetaucht wied, ſich dadurch, deß er ſich taufen lafit, verbindlich macht, von allen Unreinigkei⸗ ten des Geiſtes und Befleckungen der Seele, ſich zu reinigen, oder ohne Metapher zu reden, aller Suͤnden und Untugenden ſich kuͤnftig zu enthalten. Dieß iſt die Abſicht der Taufe, und wer ſie erfuͤllt, der wird nätuͤrlich auch jemehr und mehr, die Kraft des Geiſtes Gottes in ſich ſpüren. Allein auf das ſaͤugende Kind, das bloß den Keim der Menſchheit in ſich traͤgt, kann die Tauſe weiter keinen moraliſchen Einfluß haben, und das chriſtliche und heidniſche Kind, ſind ſich hierin vollig gleich. Freylich kann auch das Kind eigentlich keine Verbindlichkeit bey der Taufe eingehen, und es moͤchte alſo die Kindertaufe wohl eher aus irrigen als richtigen Vorſtellungen der Sache entſtanden ſeyn. Da ſie aber einmal ſo tief in unſere Sitten verwebt iſt, daß eine Abaͤnderung hier mehr Schaden als Nuben ſiften wuͤrde, da auch Aeltern, welche das Gluͤck Chriſten zu ſeyn, zu ſchätzen wiſſen, daran gelegen ſeyn muß, ihre Kinder zu Theilnehmung an dieſem Glück gleichfam einzuweihen und zu erziehen: ſo bleibt ihre Nothwen⸗ digkeit gegruͤndet, und die Verbindlichkeit des getauf⸗ ten Kindes, die Religion Jeſu nach dem Grad ſeiner Faͤhigkeit getreu zu befolgen, entſteht wenigſtens durch den chriſtlichen Unterricht, den es erhaͤlt, mit der erſten Entwickelung ſeiner Vernunft, und nimmt zu, ſo wie dieſe