Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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chriſtlichen Religionsparteyen gemein ſeyn muß, und auch wirklich gemein iſt? Werth der Verſchiedenheit der Lehre der Chriſten uͤber dieſen Gebrauch. Wie hatſich der wahre Chriſt in Anſehung der Verſchiedenheit dieſer Lehre zu verhalten? In wie weit iſt Einigkeit

in dieſer Lehre zu wuͤnſchen oder zu erwarten? Der Gebrauch der Taufe gruͤndet ſich auf den aus⸗ druͤcktichen Befehl Chriſti. Es iſt hier nicht die Abſicht, die Geſchichte der Taufe zu unterſuchen, die Ceremonien und die Einrichtungen zu pruͤfen, mit welchen die Kir⸗ che dieſen Gebrauch verbunden hat. Das meiſte iſt willkuͤhrlich, und manche eingefuͤhrte Ceremonie kann wenigſtens eine gute Abſicht gehabt haben, wenn auch bieſe gleich nicht dadurch ſollte erreicht worden ſeyn. Auch uͤber Kindertaufe und Taufe der Erwachſe⸗ nen zu ſtreiten, iſt unnuͤtze, und uͤber einige unſchaͤd⸗ liche Gebraͤuche, ſo ſich dabey eingeſchlichen haben, viel zu kritiſiren, groͤßtentheils entbehrliche Weisheit. Der vernuͤnftige Taͤufer wird ohnedieß aͤndern, was ſich mit Klugheit aͤndern laͤßt, und jeder vernuͤnſtiger Chriſt, auch Unkraut dulden, ſo lange es ſich, ohne dem Wai⸗ zen zu ſchaden, nicht ausjaͤten laͤßt. Alles, worauf ihr bey dieſem Gebrauch eure Aufmerſamkeit zu richten habt, iſt dieſes: Iſt die Taufe eine geheimnißvolle Handlung, bey welcher unbekannte unmittelbare Ein⸗ wirkungen der goͤttlichen Gnade dergeſtalt ſtatt finden, daß derjenige, der getauft wird, dadurch mehr Kraft und Empfaͤnglichkeit zum Guten erhaͤlt, als derjenige, der nicht getauft iſt? Ich muß geſtehen, daß ich dieſe Wir⸗

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