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ſolle, wiſſen. Dieß lehrt euch der Unterricht uͤber eure Pflichten, den euch Vernunſt und Offenbarung dar⸗ bieten. Ihr muͤßt ferner dasjenige thun, was euch dieſer Unterricht, als Pflicht lehrt. Vergeßt endlich nie, daß ihr ſchwache ſinnliche Menſchen, bey allem eurem Vorſatz gut zu handeln, bleibt. Bittet daher Gott, oft und ernſtlich, um den euch verheißenen Bey⸗ ſtand und Kraft zum Guten, und uͤbt euch in der taͤg⸗ lichen Wachſamkeit uͤber euch, in taͤglicher Pruͤfung eurer geheimſten Fehler. Ueber dieß hat Jeſus Chri⸗ ſtus noch zwey Gebraͤuche eingeſetzt, welche ſehr kraͤf⸗ tige Mittel ſind, euch in der Tugend und Rechtſchaffen⸗ heit zu ſtaͤrken.
Laßt uns dieſe beyden einfachen Gebraͤuche, die uns die Lehre Jeſu noch insbeſondere als ſolche bekannt gemacht hat, und welche zu unſerer Befeſtigung im Guten ſehr nuͤtzlich ſeyn koͤnnen, nach etwas genauer erwaͤgen, und uns richtige Begriffe von ihrem End⸗ zweck und von ihrer Wirkung zu machen ſuchen. Es ſind die zwey einfachen und ungekuͤnſtelten Gebraͤuche der Taufe und des Abendmahls, deren Beoboch⸗ tung Chriſtus ſeinen Bekennern, um ſich von den Nicht⸗ chriſten zu unterſcheiden, ausdrucklich anbeſohlen hat.
Von der Taufe. Worin beſteht der Endzweck derſelben? Worin beſteht ihre Wirkung? Waos iſt alſo weſentlich bey dieſem Gebrauch? Was iſt zufaͤllig? Vom Abendmahl. Wor⸗ in beſteht das Weſentliche deſſelben,


