Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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31 und aus den Sonnen unb Welten, die in dieſem Raum ſchwimmen. Denke dir, wenn du kannſt, den Punkt, da Er und alles was iſt, nicht war, und den Endpunkt, da Er und alles was iſt, nicht mehr ſeyn wird, und wenn du dieß nicht kannſt, ſo erkenne ſeine unbegraͤnz⸗ te Ewigkeit. Erforſche, ſo viel als in deinen Kraͤften iſt, alles, was dich umgiebt, und bemerke die Ordnung, den Grad der Vollkommenheit, den jedes Ding zu Er⸗ reichung ſeiner Beſtimmung hat; berechne, wie viel dir bey allen deinen Kenntniſſen in den Werken der Natur noch unerforſchlich bleibt; wage dich in den unermeßlichen Weltraum, in welchem du mit deiner Erde, als ein Tropfen im Weltmeer einherſchwimſt, und erkenne dein und ihr Nichts gegen das unermeß⸗ liche Reich der Schoͤpfung Gottes. Erkenne daraus ſeine Weisheit und Macht. Wenn dein Geiſt mit dem Auge der gereinigten Vernunft dieß alles uͤber⸗ ſchaut, denn falle nieder und bete ihn an, den großen Urheber der Natur, der dieß alles ſchuf und erhaͤlt. Fuͤhle, wie ſuß es iſt, ſich zu ihm, dem Urquell alles Seyns, empor zu ſchwingen, ihn zu denken, ihn zu be⸗ wundern. Unterſuche dann ferner deine eigene mora⸗ liſche Natur, freue dich der Kraft des Denkens, der Freyheit des Wollens, genieße das Geſchenk der Trie⸗ be, das Gute zu wollen, das Boͤſe zu verabſcheuen, den Trieb der Geſelligkeit, der Liebe, des Mitleids, des Wohlwollens, die er als nie verſiegende Quellen der Freude, des Vergnuͤgens, der Gluͤckſeligkeit in dich ge⸗ legt hat. Forſche den Pflichten nach, die aus allen dieſen Trieben deiner morgliſchen Natur herflieſſen,

und