Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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wird. Hoͤrt mit wenigem, wie viel Erhabenes und Er⸗ freuliches ſie euch zurufft!*)

Menſch, Bewohner der Erde, rufft ſie euch mit lauter Stimme zu: Siehe um dich! Erblicke, und fuͤhle in jedem Halm, der entſprießt, in jeder Blume, deren Duft dich erquickt, in dem Saͤuſeln des Fruͤh⸗ lings, wie in dem rauhen Sturm des Winters, in dem waͤrmenben Strahl der Sonne, wie in dem blendenden Blitz und dem rollenden Donner, in dem Bau des veraͤchtlichſten Wurms, wie in dem Bau deines wun⸗ dervollen Koͤrpers, mit einem Wort, in allem was du empfindeſt, hoͤrſt, ſiehſt, ſchmeckſt, fuͤhlſt, riechſt, ihn, den Erhabenen Einzigen, den Allmaͤchtigen, den Weiſen, den Guͤtigen, die erſte Urſache aller Dinge, wofern anders keine Wirkung, ohne Urſache moͤglich iſt; erkenne alſo auch ihn, deinen Schoͤpfer und Herrn, deinen Wohlthaͤter und Erhalter. Erkenne die Geſetze der Ordnung und Weisheit, welche er allem, was iſt, vorgezeichnet hat; Erkenne, daß alles, dem er das Seyn gab, auch ſeinen beſtimmten Zweck hat, daß er in jedes Ding, dem er dieß Seyn gab, auch die Mittel legte, dieſem Zweck naͤher zu kommen und ihn zu erreichen. Erkenne ſeine Unendlichkeit, aus dem

unermeßlichen Raum, der dich und die Erde umgiebt,

und

*) Der philoſophiſche Geſchmack unſers Zeitalters wird an die⸗ ſem phoſicotheologiſchen Beweis des Daſeyns Gottes viel zu tadeln finden. Er wird ſich inbeſſen erinnern, daß dieſe Schrift bloß gebildeten Leſern behderley Geſchlechts unter den Chriſten, und nicht Philoſophen beſtimmt iſt. Auch moͤcht ich bey allen wahren und angeblichen neuen Entdek⸗ kungen unſerer Zeit in dem Reiche der Wahrheſt, dleſen Beweis des Daſeyns Gottes nie gufgeben.

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