Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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loste das Gewebe auf, in welches die menſchliche Ver⸗ nunft ſich ſelbſt verwickelt und gefangen hatte, und ſeine einfache, deutliche, jedem Menſchen faßliche Be⸗ antwortung aller dieſer Fragen, lehrte die Menſchen Wahrheiten, die ſie zuvor nie erkannt hatten. Die menſchliche Vernunft dachte uͤber dieſe Lehren, die er vorbrachte, weiter nach. Sie fand auf dieſem Wege des Nachdenkens, die gewiſſeſte und uͤberzeugendſte Be⸗ ſtatigung des groͤßten Theils derjenigen Lehren, die er vorgetragen hatte. Nur ein kleiner Theil blieb ihr dunkel und unbegreiflich. Der bloße Vernunftmenſch, der ſtolz genug iſt, zu vergeſſen, daß ſeine Vernunft eingeſchraͤnkt iſt, daß er von den verſchiedenen Klaſſen ver⸗ nuͤnftiger Weſen, keine kennt, die unter ihm ſteht, und daß er es alſo ohne Zweifel iſt, der die unterſte Stufſe dieſer Weſen einnimmt, der zugleich undankbar genug iſt, ſeiner Vernunft eine Erkenntniß zuzuſchreiben, die er der unmittelbaren Offenbarung Gottes verdankt, hat mit demjenigen, was Jeſus Chriſtus gelehrt hat, ſeine unvollkommene Naturreligion ausgeputt, und dasjeni⸗ ge, was ihm von dieſen Lehren unbegreiflich ſchien, lie⸗ ber ganz verworfen, als es auf das Zeugniß dieſes großen lehrers und feiner Apoſtel als wahr angenommen.

Der Chriſt handelt vorſichtiger. Er verehrt das große Geſchenk, das ihm Gott durch den Gebrauch ſeiner Vernunft, ſo eingeſchraͤnkt ſie auch iſt, gemacht hat. Er benutzt die wichtigen Aufklärungen, die ihm die Lehre Jeſu Chriſti, uber viele troſtreiche Wahrhei⸗ ten, die die menſchliche Vernunft mehr hoffte, als üͤber⸗ zeugend einſah, mitgetheilt hat. Das, was ihm die Ver⸗

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