Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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Unterricht und der Erreichung unſerer Be⸗ ſtimmung hinreichend oder nicht?

Wenn ich als Menſch, der Vernunft und Sinn beſitzt, der die Kraft hat zu denken, zu urtheilen, zu empfinden, und der Foͤhigkeit hat, dieſe Kraft anzu⸗ wenden, uͤber mich ſelbſt, uͤber alles was ich ſehe und empſinde, nachdenke, ſo muͤſſen nothwendig folgende Fragen in mir entſtehen: Wer bin ich? Warum bin ich? Was haben die Dinge, die um mich ſind, fur ein Verhaͤltniß zu mir und ich zu ihnen? Was iſt ihre und meine Beſtimmung? Wie muß ich dieſer Beſtimmung ein Genuͤge leiſten? Und welches ſind die Mittel, dieſen Endzweck zu erreichen? Welche Ur⸗ ſache hat alſo mich und alles, was ich ſehe und empfin⸗ de, hervorgebracht? Was iſt fuͤr ein Verhältniß zwi⸗ ſchen mir und dieſer Urſache? Kann die bloße Ver⸗ nunſt mir alle dieſe Fragen deuclich, vollſtaͤndig und richtig beantworten, ſo deucht mich, ich beduͤrfe gar keiner Offenbarung. Aber ach! dieſe arme Vernunft hat ſich, wie uns die Geſchichte lehrt, ganze 4000 Jahr geplagt, alle dieſe Fragen zu beantworten, und aus allen ihren Beantwortungen, iſt ein ſo ungeheures Chaos von verſchiedenen Meynungen, Widerſpruͤchen, Gemiſche von Weisheit und Thorheit entſtanden, daß ſie ſtatt Licht und Wahrheit undurchdringliche Finſter⸗ niß, den groͤbſten Irrthum, den ſchaͤndlichſten Aber⸗ giauben, die ungewiſſeſte hin und her wankende Zwei⸗ felſucht uͤber alle dieſe Fragen verbreitet hat.

Es erſchien endlich vor 1800 Jahren ein Mann Jeſus Chriſtus. Er aliein erieuchtete dieſe Finſterniß,

löste