Teil eines Werkes 
Erste Abtheilung (1798)
Entstehung
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4 des Apoſtels erinnere; Ein jeder wird ſeines Glau⸗ ben leben.

Selbſt dann, wenn ich mich zu irren ſcheine, oder wenn euer Glaube mit dem meinigen nicht uͤber⸗ einſtimmt, muͤſſen wir wenigſtens darin einig ſeyn, daß es ohne Glauben, der durch Werke thätig iſt, un⸗ möglich ſey, Gott zu gefallen, das heißt, daß der einzige ſicherſte Weg, das Wohlgefallen Gottes zu er⸗ halten, dieſer ſey, demjenigen zu glauben und gemaß zu leben, und zu handeln, was uns Chriſtus unſer Herr gelehret und geboten hat.

Die zweyte Abſicht dieſer Schrift iſt, euch vor⸗ zuglich auf gewiſſe Pflichten aufmerkſam zu machen, deren Ausuͤbung der Grund eures ganzen praktiſchen Chriſtenthums ſeyn muß, und deren Beobachtung die Lehre Jeſu Chriſti hauptſaͤchlich von euch fordert. Mit der Erreichung dieſer Abſicht wird ſich der zweyte Theil dieſer Schrift beſchaͤftigen. Die Erfullung dieſer Pflchten allein, berechtiget euch zu den Hoffnungen des kunftigen Lebens. Ohne die Erfullung dieſer Pflichten iſt Uebereinſtimmung und Zuſammenhang in dem ächt chriſtlichen Charakter nicht wohl moöglich, und ohne dieſe Uebereinſtimmung, ohne dieſen Zuſam⸗ menhang, koͤnnt ihr nie behaupten, die wahre Wuͤrde des Chriſten zu beſizen. Mit einem Worte: ch warne euch in dieſer Schriſt vor dem Jerthum. Er iſt die Quelle vieles Uebels. Ich ermuntere euch, die Stimme der Wahrheit zu hoͤren, ſie allein macht euch gluckſelig, dieß⸗ und jenſeit des Grabes. Ich lege euch dasjenige vor, was ich als Wahrheit erkaunt habe,

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