*
„. Veranlaſſung dieſer Schrift.
Jo naͤhere mich dem Grabe und der Trennung von euch, meine Geliebten, und iſt Vernichtung nicht das Schickſal, das mir nach dem Tode beyorſteht, ſo war es die vorzuͤglichſte, erſte Pflicht, des Lebens, das ich auf Erden fuͤhrte, mich zu demjenigen Zuſtand vor⸗ zubereiten, der mich jenſeit des Grabes erwartet. Und wie konnt ich mich zu dieſem Zuſtand zubereiten, ohne richtige Kenntniß von Gott, von mir ſelbſt, und meiner Beſtimmung, von dem Umfang meiner Pflich⸗ ten, mit einem Wort, ohne richtige Begriffe von der Religion zu haben, deten Bekenner ich bin* Ich habe von meiner erſten Jugend an, alle dieſe wichtigen Ge⸗ genſtäͤnde nie ganz dus den Augen verlohren. Aber ach! oft war ihr Bild meiner Seele nur ſchwach ge⸗ genwaͤrtig! HOſt unterdruͤckten es Leidenſchaft und Leichtſinn. Oft ſuchte ich Waheheit auf einem un⸗ richtigen Pfade, der mich zu Abgründen des Ver⸗ derbens gefuhrt haͤtte, wenn ich nicht von der unſicht⸗ baren Hand der Vorſehung, die übes alle ihre Geſchoͤpfe waltet, waͤre geleitet worden. Von dem raſchen Schritt des Junglings an, bis zum wankenden Schritt
en A des


