Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Das iſt ja Meiſter Watſche, der Schwertfeger, rief eine andere Stimme im Hintergrunde.

Ja, ich bin's, erwiederte die erſte Stimme ich komme von der Kirche her wollte auf den Thurm und Sturn läuten, wie mir aufgetragen war allein der Thurm war verſchloſſen und zwei Bewaffnete trie⸗ ben mich zurück. Wir ſind verrathen!

Meiſter Pſtroß iſt auch an ſeinem Hausthor ver⸗ haftet worden, als er eben herausgehen wollte, be⸗ merkte eine andere Stimme,es iſt offenbar, daß hier Verrath im Spiele iſt. 5 Dann iſt Alles verloren, erklärte Jemand dann laßt uns nur nach Hauſe gehen.

Doch eine Stentorſtimme unterbrach jenen und rief:Nichts iſt verloren, wenn wir Männer ſind und keine Memmen. Sind wir nicht Hunderte und Tauſende? Wer will uns Widerſtand leiſten, wenn wir unſere Arme brauchen? Auf! ſtürmen wir das Sechsmänneramt und befreien wir unſern Führer, den Meiſter Pſtroß!

Dieſer Aufruf ward von hundert Stimmen wie⸗ derholt und wie auf ein gegebenes Zeichen kamen aus den Gewändern der Männer Waffen aller Art zum Vorſchein, die in dem Lichte des eben über die Dächer emportauchenden Vollmondes funkelten. Und zum An⸗ griff drängte die aufgeregte Menge gegen das Thor.