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mehr für die Reichen und Vornehmen arbeiten, insbe⸗ ſondere für den Hof. Es iſt ja zur Zeit kein Hof in Prag und mit ihm fehlt der ganze reiche und hohe Adel. Denn die paar Witkowetze, die hier hauſen, machen den Kohl nicht fett.“
„Und doch müſſen wir froh ſein, daß wir wenig⸗ ſtens die noch hier haben,“ fiel Pſtroß ein.„Sie kaufen doch manches ſchöne Stück, das andere nicht kaufen kön⸗ nen. Seht da den Weinkrug, der wegen ſeiner künſtlichen Arbeit nicht wohlfeil iſt, liefere ich in Roſenhaus.“
„Laßt ſehen,“ ſagte Bohuslaw, und nahm den Krug aus der Hand des Meiſters, die reiche Arbeit des Grab⸗ ſtichels in dem ſilberweißen Metall mit Aufmerkſamkeit betrachtend. Er ergoß ſich in Lobeserhebungen darüber und fügte dann hinzu:
„Dieſen Krug kaufe ich Euch auch ab, Meiſter.“
Dieſer erklärte, daß der Krug von Herrn Witek von Krumau für das Roſenhaus beſtellt ſei und er die Ab⸗ lieferung heute verſprochen habe.
„Das iſt ſchade,“ ſagte Böhuslaw,„das wäre ein ſchönes Stück für den Haushalt unſerer jungen Königin geweſen. Doch Ihr fertigt mir wohl einen andern ſolchen Krug— mit etwas andern Schildereien, dazu ein Dutzend große Bratenſchüſſeln mit allerhand ſchönen Bildern,


