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die Waldluft thut Einem, der immer in der Stube hocken muß, gar wohl. Es gibt nichts Stärkenderes als die Waldluft.“
Ein neuer Gaſt rief den Wirth hinweg.
Henzi trank ſeinen Krug aus und verließ die Schänke, bald auch durch das Znaimer Thor, Brünn ſelbſt.
Als Zawiſch am folgenden Tage ſeinen gewöhnli⸗ chen Spazierritt vor das Olmützer Thor unternahm, lockte ihn das wunderbar ſchöne Wetter etwas weiter als ſonſt. Vor einer Anhöhe ſtieg er vom Pferde und leitete es am Zügel.
Wie oft, wenn er ſo allein im Freien war, ließ er Bilder vergangener Tage an ſeiner Seele vorüberglei⸗ ten, worunter das ſeiner abgeſchiedenen Gemahlin na⸗ türlich den erſten Rang einnahm. Aber auch das Bild Ruſalka's trat manchmal vor ſein inneres Auge. Und jetzt, als eben ſein leibliches Auge durch das dunkle Grün der Tannen auf eine vom Strahl der Abendſonne vergoldete Blutbuche fiel, war es ihm, als ſähe er wie⸗ der wie damals, wo ſich ihm Ruſalka als Mörderin ſeiner Gemahlin offenbart, ihren blutrothen Schleier ſchimmern und ihr Bild ſtand lebhaft vor ihm. Im nächſten Augenblick vernahm er ein Geräuſch, fühlte er einen kräftigen Stoß im Rücken— er wandte ſich ha⸗


