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Zawiſch von Falkenſtein,“ bemerkte der Weinſchänk, der neben Henzi an's Fenſter getreten war—„das ärmſte Mütterlein grüßt er liebevoll, als wäre ſie Seinesglei⸗ chen, und er iſt doch der Erſte nach dem König und wohl eigentlich der wahre König.“
„Das iſt der mächtige Zawiſch von Falkenſtein,“ ſagte Henzi ſcheinbar verwundert;„und der reitet ſo allein, ohne Gefolge?“
„Jo, auch darin zeigt er, daß er keinen Stolz hat,“ antwortete der Schänk;„er reitet faſt immer allein aus.“
„Es iſt ſchon hoch am Tage,“ bemerkte Henzi; „er wird da nicht weit reiten können.“
„Das thut er auch nicht,“ erwiederte jener;„er reitet nur ein Stücklein vor die Stadt hinaus. Das iſt ſeine tägliche Erhohlung. Der gute Herr hat gar viel zu thun, den Alles liegt auf ihm, da der König ſich um nichts kümmert, was ihm eigentlich zukommt. Alle Tage um dieſe Stunde reitet Herr Zawiſch ein wenig vor's Thor.“
„Und reitet er immer in dieſer Richtung?“ fragte Henzi.
„Der Weg zum Olmützer Thor hinaus iſt der an⸗ muthigſte,“ antwortete der Wirth;„da reitet er auf der Ebene hin und iſt bald im ſchönen grünen Wald, und


