Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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die ſchöne weiße Bruſt des edlen Thieres— da auf

einmal fühlte er ſeinen Arm gelähmt, das Schwert ent⸗ ſank ſeiner Hand, entſetzt ſah er in das flammende Auge

der Zauberin und auf den Schlangenkopf, der ihm aus

ihrer rechten Hand entgegenziſchte. Von Schreck und Todesangſt übermannt brach er in ſeine Knie zuſammen.

„Elender Wurm!“ ſagte ſie mit tiefer Stimme—

„denkſt du, eine Mutter gebe ihr Kind ſolch ungeſchick⸗

ten Räubern preis? Ich ſollte dich nehmen und in die ſchwarze Fluth dort ſtürzen, damit ſie dein ſchwarzes

Verbrechen ſammt dir auf ewig decke. Doch ich weiß, daß

du nur ein verblendetes Werkzeug in der Hand eines Weibes biſt, das den Namen Mutter ſchändet. Nicht

mit dir, mit ihr will ich rechten— komm!“

Jetzt erwachte das Kind, ſprang auf und eilte

frohlockend auf ſeine Matter zu. Sie ſtreichelte ihm ſeine goldenen Locken und ſagte:„Spiel' noch ein

Weilchen mit Kaſcha, mein Theobald; ich bin bald

wieder bei dir.“ Dann ließ ſie ihre Schlange in

den Aermelſ ihres grauen Oberkleides kriechen, hob

Hyneks Schwert vom Boden auf, ſtieß es mit großer

Kraft bis an das Heft in die Erde und führte dann

den ſeiner Faſſung vollſtändig beraubten Ritter aus

dem Bereich ihrer Behauſung.