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die ſchöne weiße Bruſt des edlen Thieres— da auf
einmal fühlte er ſeinen Arm gelähmt, das Schwert ent⸗ ſank ſeiner Hand, entſetzt ſah er in das flammende Auge
der Zauberin und auf den Schlangenkopf, der ihm aus
ihrer rechten Hand entgegenziſchte. Von Schreck und Todesangſt übermannt brach er in ſeine Knie zuſammen.
„Elender Wurm!“ ſagte ſie mit tiefer Stimme—
„denkſt du, eine Mutter gebe ihr Kind ſolch ungeſchick⸗
ten Räubern preis? Ich ſollte dich nehmen und in die ſchwarze Fluth dort ſtürzen, damit ſie dein ſchwarzes
Verbrechen ſammt dir auf ewig decke. Doch ich weiß, daß
du nur ein verblendetes Werkzeug in der Hand eines Weibes biſt, das den Namen Mutter ſchändet. Nicht
mit dir, mit ihr will ich rechten— komm!“
Jetzt erwachte das Kind, ſprang auf und eilte
frohlockend auf ſeine Matter zu. Sie ſtreichelte ihm ſeine goldenen Locken und ſagte:„Spiel' noch ein
Weilchen mit Kaſcha, mein Theobald; ich bin bald
wieder bei dir.“ Dann ließ ſie ihre Schlange in
den Aermelſ ihres grauen Oberkleides kriechen, hob
Hyneks Schwert vom Boden auf, ſtieß es mit großer
Kraft bis an das Heft in die Erde und führte dann
den ſeiner Faſſung vollſtändig beraubten Ritter aus
dem Bereich ihrer Behauſung.


