——
7
gegen, wirklich glaubt, dieſen aus dem Sattel zu heben. Ich denke, mein Bruder Tobias dürfte einen eben ſo guten Vermittler abgeben; er focht auf dem Marchfelde an Herrn Burkhardt's Seite und ſtand mit ihm an der Sazawa gegen die Witkowetze; mit Frau Ludmilla hat er den Erſtgebornen Herrn Bawor's von Strackonitz, ihres Schwagers, aus der Taufe gehoben.“
„Das iſt ja ganz gut,“ erklärte der Biſchof;„da haben wir ja gleich den rechten Mann. Euer Bruder iſt. wohl leicht zu erlangen?“
„Ich ſende noch heute einen reitenden Boten an ihn,“ verſicherte Bohuflaw,„und ſpäteſtens in drei Tagen können wir ihn hier haben.“
Indeſſen werde ich den König wieder an das ver⸗ letzte Recht der Kirche erinnern,“ ſagte der Biſchof; „und Ihr nehmt die erſte beſte Gelegenheit wahr, ihm einleuchtend zu machen, wie erſprießlich es für die Krone und wie wünſchenswerth für das arme, durch die ewigen
Kämpfe arg geplagte Volk, wenn dem Streit mit Herrn
Nikolaus durch den Schiedsſpruch des Kaiſers ein Ende gemacht würde, ehe es zum Blutvergießen käme.“ Hiermit waren die beiden Herren am Ende ihrer Unterredung. Keiner von ihnen ſäumte das, was er auf ſich genommen, auszuführen. Allerdings hatte Oger von Lomnitz es ſich zur Pflicht gemacht, in der Abweſenheit


