Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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men. Gewiß iſt, daß Herr Burkhardt ſich immer er⸗ ſchrecklich viel darauf eingebildet, daß ſeine theure Ehe⸗ hälfte der lebendige Beweis geweſen, durch welchen die von König Ottokar's unfruchtbarer erſten Gemalin gegen deſſen Mannheit erhobenen Zweifel auf's Bün⸗ digſte widerlegt wurden.

Es wäre gut geweſen, es hätte dieſes Beweiſes nicht bedurft, meinte der Biſchof;hätte Frau Mar⸗ garethe ihrem Gemal einen Erben gegeben, ſo hätte er dieſe leichtfertige Ungarin nicht in's Land gebracht, und dieſem wäre großes Aergerniß erſpart worden. Doch, wen könnten wir wohl nach Winterberg ſchicken; es

müßte ein angeſehener und wohlredender Mann ſein.

Der Geſchickteſte wäret wohl Ihr ſelbſt, aber Ihr ſeid in Prag unentbehrlich. Schade, daß mit Herrn Hynek von Lichtenburg nichts anzufangen iſt; er war ſonſt der vertrauteſte Freund des Herrn Burkhardt und galt viel bei Frau Ludmilla.

Der iſt allerdings jetzt noch nicht zu brauchen, ſagte Bohuflaw;ich denke zwar ihn noch auf unſere Seite zu ziehen, iſt er doch im Herzen nichts weniger als ein Freund der Witkowetze; allein augenblicklich würde er nicht einmal auf vierundzwanzig Stunden aus Prag fortzubringen ſein, da er toller wie je in Frau Kunigunde vernurrt iſt, und jetzt, wo Zawiſch nicht zu⸗