Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Regierungsgeſchäfte, deren oberſte Leitung während ſei⸗

ner Abweſenheit er dem ehrwürdigen Kanzler und ſeinem Schwager Hroznata übertrug. Dann beſtellte er ſein Haus, und ſo traf ihn der Tag der Abreiſe in jedem Betracht wohl vorbereitet.

Seine Brüder und Vettern waren inzwiſchen in alle Theile des weitläufigen Gebiets der Witkowetze ge⸗ eilt, um die eilftauſend Mannen zu ſammeln, die zu den beiden Heereszügen beſtimmt waren, und von welchen ſie die zu dem mähriſchen Zug gehörigen zehntauſend Mann ihrem Bruder Zawiſch an der mähriſchen Grenze, und zwar in Pilgram zuführen ſollten.

Die Stunde des Abſchieds war da. Kunigunde hing weinend am Halſe des Mannes, in deſſen Armen ſie vergeſſen hatte, daß ſie eine der ſchönſten Kronen der Welt getragen, und an dem ſie noch heute mit derſelben leidenſchaftlichen Liebe hing, wie an dem Tage, da ſie ihm als heimlich Verlobte in die Arme ſank. Wohl fielen ihm dieſe Thränen heiß auf's Herz. Wer konnte ihm ſagen, ob er je die theure Geſtalt, wie ſie weinte, wieder an ſein Herz drücken werde? Wie furchtbar mußte der Schmerz dieſes ſchon jetzt in Thränen zerfließenden Wei⸗ bes ſein, wenn ſie ihn als todt beweinen mußte, gefallen in der wilden Männerſchlacht? An ſeiner Seele gingen alle die Züge vorüber, welche Zeugniß gaben von der