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des Sechsmänneramtes ausdrücklich gutgeheißen, ja ihr durch den Arm der Staatsgewalt Geltung verliehen. Allein ſo ſehr ſie ſich auch vor der höheren Geiſtesmacht des geliebten Mannes beugte, ſo blieb doch von den ihr anerzogenen religiöſen Anſchauungen genug im Grunde ihrer Seele haften, um bei einem Anlaße, wie der vor⸗ liegende, ſie aus dem Geleiſe der vollen Unterordnung unter die Anſichten ihres Gatten treten zu laſſen. Erſt hatte ſich nur eine ganz leiſe Stimme in ihrem Herzen gegen die erzwungene Rückgabe des Kindes an deſſen jüdiſchen Großvater geregt; aber jetzt, nachdem dieſelbe ſo folgenſchwer für ihr Haus zu werden begonnen, jetzt erhob ſich dieſe Stimme lauter und der hartnäckige Widerſtand der Mutter des Kindes reizte ſie nur mehr.
Die nächſten Tage zogen indeß ihre Gedanken von dieſem Gegenſtande etwas ab. Der Tag der Abreiſe ihres Gemals rückte heran und brachte ſo mancherlei Sorgen und Beſorgungen mit ſich, welche ihre ganze Zeit in Anſpruch nahmen, und am Ende hatte ihr Herz nur Raum für die zarten und mächtigen Empfindungen, welche eine liebende Gattin überwältigen, die ihren Gat⸗ ten dem ungewiſſen Schickſal eines blutigen Krieges entgegenziehen laſſen ſoll.
Zawiſch traf die Anſtalten zu ſeiner Reiſe mit der größten Ruhe und Unſicht. Zuvöderſt ordnete er alle


