Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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eine Mutter an eine andere die Zumuthung ſtellen, ihr Kind zu verkaufen? Augenblicklich verlaßt dieſen Ort,

dieſen uuentweihten Tempel der Natur, ehe ſich ihre

Diener erheben, Euch als Entweiher zu ſtrafen!

Hynek bebte.

Bei allen Heiligen, betheuerte er,ich bin un⸗ ſchuldig, bin nur ein Abgeſandter der hohen Frau und konnte mir nicht denken, daß Ihr den Auftrag ſo übel aufnehmen würdet..

Ruſalka ſah ihn mit durchbohrendem Blicke an.

Alſo doch ſagte ſie nach einer Pauſe halb⸗ lautes iſt nicht erlogen; eine Mutter muthet der andern zu, ihr Kind zu verkaufen. Das iſt eine neue Erfahrung, die ich von der Unnatur der großen Welt mache. Und mit erhobener Szimme ſprach ſie zu Hy⸗ nek:Sagt der Königin⸗Mutter, ich ließe ſie fragen, ob es eine Summe groß genug gäbe, daß ſie ſich dafür ihres Kindes entäußerte.

Bedenket, wagte Hynek vorzuſtellen,daß es ſich bei dieſem Handel um etwas Großes handelt. Die hohe Frau will ja das Kind nicht für ſich haben, ſie will es der Kirche zurückgeben, um dadurch den Frieden und das Glück des Landes zu wahren.

Schlimm genug, wenn der Frieden und das Glück Eures Landes an einem ſo ſchmachvollen Handel hängt,

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