Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Zauberin für die Herausgabe ihres Kindes jeden Preis zu bewilligen, den ſie verlangen könnte, und wo möglich, dieſes Kind ſogleich dem Stifte Strahow zu übergeben.

Gelingt Euch der Handel, ſchloß Kunigunde den Auftrag,ſo werde ich Euch lebenslänglich dafür dank⸗ bar ſein. Es iſt der größte Dienſt, den irgend ein Sterb⸗ licher mir erweiſen kann.

Hiermit reichte ſie ihm die ſchöne Hand und ließ es ſich gefallen, daß er ſie an ſeinen Mund führte und brünſtig küßte.

Berauſcht verließ er ſie und jagte uach der Stadt, wo er einen Diener zu Roß mitnahm und unverweilt

nach der Gegend des Waldes ritt, in welcher Ruſalka

hauſte.

Der Diener kannte die Oertlichkeit und wußte ſo⸗ gar vom Hörenſagen, auf welche Weiſe man das Er⸗ ſcheinen der Zauberin veranlaßte; nur daß er damit die im Volke herrſchende Vorſtellung verband, ſie tauche auf das gegebene Zeichen aus der ſchwarzen Fluth empor.

Sie erreichten die Stelle und ſaßen am Rande

derſelben ab. Hynek gab dem Diener den Zügel ſeines

Pferdes und ſtieg nicht ohne einiges Herzklopfen hinab.