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Vetters Zawiſch vollkommen überzengt. Wenn man nur darauf bauen könnte, daß der jetzt noch bartloſe König immer in dem Wladyka ſeine etnzige ſichere Stütze fin⸗ det. Ich fürchte, mit dem Bart wird ſein Eigenſinn und der Drang nach Selbſtſtändigkeit wachſen— und was dann?“
„Kommt Zeit, kommt Rath,“ warf Heinrich von Roſenberg ein.„Jedenfalls gebietet es Pflicht und Ge⸗ wiſſen, den Weg, den uns der Vetter gezeigt, noch ein⸗ mal zu verſuchen. Der andere Weg bleibt uns ja immer offen. Unſer Vetter Sezema wird den König von Ungarn ſchon bei gutem Glauben zu erhalten wiſſen.“
„Ja,“ fiel Zawiſch ein,„jedenfalls müſſen wir uns dieſen mächtigen und großmüthigen Freund zu er⸗ halten ſuchen. Ich lege Euch, Vetter Sezema, die Bitte an's Herz, dem Könige, unſern Gönner, zu verſichern, wie wir alle die Beweiſe ſeiner Huld mit aufrichtigem Danke aufgenommen haben und befliſſen ſein wollen, dieſelbe immer mehr zu verdienen, indem wir das zarte Band, das unſer Haus mit dem ſeinigen verknüpft, als ein Unterpfand der beſtändigen Freundſchaft der Länder Ungarn und Böhmen, als Bürgen treuen Zuſammen⸗ haltens beider Nationen in allen Geſchicken betrachten und pflegen.“


